Meine Begeisterung für den Original Elsässer Flammkuchen begann in meiner Jugend im Kellergewölbe des Château Langenberg bei Wissembourg. Für viele gilt dieser Ort als eine der Geburtsstätten der Flammkuchenkultur in der Gastronomie. Dort wurde Flammkuchen nicht einfach serviert – er wurde gelebt.
An langen Holztischen kamen Menschen aller Generationen zusammen. Man sprach über Gott und die Welt, lachte, diskutierte, musizierte und verbrachte unbeschwerte Stunden miteinander. In einer Ecke des Gewölbekellers wurde der Teig frisch ausgerollt, mit Crème fraîche, Speck und Zwiebeln belegt und direkt im Holzbackofen gebacken. Der Duft frisch gebackener Flammkuchen gehörte ebenso zur Atmosphäre wie ein gutes Glas Wein und die herzliche elsässische Gastfreundschaft.
Das Besondere war die unkomplizierte Art des Genießens: Die Flammkuchen wurden nicht einzeln bestellt. Der Service brachte sie frisch aus dem Ofen direkt auf die Holzbretter in der Tischmitte. Jeder nahm sich ein Stück, und mit jedem Flammkuchen kam ein weiterer Kreidestrich auf den Tisch – abgerechnet wurde erst am Ende des Abends.
Diese besondere Mischung aus Genuss, Geselligkeit und echter Handwerkskunst hat mich bis heute geprägt. Sie war die Inspiration für die Gründung von Maître Flambée im Jahr 2006. Unser Ziel war und ist es, diese ursprüngliche Flammkuchenkultur mit hochwertigen Produkten und professionellen Konzepten in die Gastronomie zu tragen – damit auch heute noch Orte entstehen, an denen Menschen gemeinsam genießen, lachen und unvergessliche Momente erleben.